Sexualität ist in aller Munde, ja in fast jedem Moment präsent. Im Fernsehen läuft „Adam sucht Eva“, die Frauenzeitschrift wirbt mit „Das wollen Frauen im Bett wirklich“ und das Werbefoto an der Bushaltestelle preist die neuste Unterwäschekollektion von Victoria’s Secret an. Wir können uns dem Ganzen kaum noch entziehen. Sex als die schönste Nebensache der Welt rückt mehr und mehr in unseren Fokus.

Umso mehr macht es uns zu schaffen, wenn dann nicht alles wie gewünscht klappt und funktioniert. Wir fühlen uns eingeschränkt und erste Zweifel tauchen auf.

Arten sexueller Funktionsstörungen

Doch welche sexuellen Funktionsstörungen gibt es überhaupt?

  1. Die häufigste sexuelle Störung ist das verringerte oder ausbleibende sexuelle Verlangen. In Deutschland ist statistisch gesehen jede 10. Frau davon betroffen. In den letzten Jahren steigt aber auch der Anteil der Männer kontinuierlich, die zunehmend selten oder gar keine Lust mehr auf Sex verspüren.
  2. Die zweite sexuelle Funktionsstörung ist eine Störung der sexuellen Erregung. Hierzu zählt bei Männern die ausbleibende Penisversteifung, bei Frauen das Fehlen der Scheidenflüssigkeit.
  3. Als dritte Stufe gilt die Störung des sexuellen Erregungshöhepunktes, also die Orgasmusstörung. Bei Männern ist die bekannteste der vorzeitige Orgasmus. Bei Frauen ist es in der Regel eher der verringerte, verzögerte oder fernbleibende Orgasmus.

Ursachen

Selten ist ein rein organischer Grund ursächlich. Sexuelle Funktionsstörungen sind oft mannigfaltig und meistens eine Kombination aus körperlich, psychischen und auch sozialen Aspekten. Angst und Befürchtungen nicht zu genügen, nicht attraktiv genug zu sein, Leistungsdruck sowie Versagensängste, als auch Stress und Überforderung schränken den sexuellen Genuss zunehmend ein. Manchmal können die Einschränkungen wie beim Vaginismus so groß sein, dass Sex nicht oder nur unter sehr starken Schmerzen möglich ist. Bei sexuellen Funktionsstörungen wird zusätzlich noch unterschieden, ob die sexuelle Einschränkung immer, oder nur in Kontakt mit anderen Personen auftritt.

Das komplizierte an sexuellen Störungen ist, dass sich die verschiedenen Ursachen immer gegenseitig bedingen. Habe ich keine Lust auf Sex, so habe ich oft auch Probleme körperlich sexuell erregt zu werden. Oder habe ich zwar Lust auf Sex, aber meine Scheide wird nicht richtig feucht oder der Penis wird nicht steif, dann führt dies irgendwann unweigerlich dazu, dass ich auch weniger Lust auf Sex verspüre. Wenn die negativen Gefühle dann irgendwann überwiegen, kommt es oft zu einem Vermeidungsverhalten bis hin zur Aversion, also die Ablehnung von sexuellen Handlungen. Die betroffene Person befindet sich in einem Kreislauf, der nur sehr schwer alleine zu durchbrechen ist.

Habe ich eine sexuelle Funktionsstörung?

Treten die Symptome nur gelegentlich bei dir auf? Oder hast du beispielsweise eine längere sexuelle Unlustperiode? Dann muss dies nicht zwingend bedeuten, dass du jetzt auch eine sexuelle Funktionsstörung hast. Zur Störung wird es erst, wenn dich das Auftreten belastet. Wenn du anfängst darunter zu leiden, dass etwas nicht klappt. Du zunehmend Scham oder Angst empfindest. Du anfängst sexuellen Kontakt zu vermeiden und dich fragst, ob irgendetwas nicht in Ordnung mit dir ist. Hier kann professionelle Hilfe und der Austausch mit anderen Betroffenen sehr förderlich sein.

Da ich mit allen drei Stufen der sexuellen Funktionsstörung persönliche Erfahrungen besitze, habe ich mich entschlossen diesen Blog zu verfassen. Jede Frau, jeder Mensch ist sehr unterschiedlich und einzigartig. Daher ist jeder Weg auch individuell und es gibt nicht die eine Musterlösung, welche zum Erfolg führt. Auf dem Lust-Liebe-Heilung Blog findest du verschiedenste Lösungswege, Anreize und Empfehlungen von mir, die dich auf deinem Weg zu mehr Freude und Freiheit in deiner Sexualität inspirieren und begleiten sollen.